Juni 25, 2008

Wie diverse Medien heute schreiben, gibt es das ß jetzt auch als Großbuchstaben, der Typograph sagt “Versale”: ẞ
Nach diversen Versuchen, diese letzte Lücke im deutschen Alphabet zu füllen, ist das große Eszett jetzt im Unicode angekommen. Man ist allerdings nicht so weit gegangen, die Rechtschreibung gleich mit zu ändern. Wer also weiterhin lieber “GROSSARTIG” schreiben möchte, der kann das tun. wer aber das hakelige SS in SCHIESSBEFEHL umgehen will, der hofft nun auf neue Tastaturtreiber, neue Schriftarten und vielleicht sogar ganz neue Tastaturen. In HTML geht’s schon: “& #7838;”
Vorausgesetzt, der Schriftsatz ist kompatibel.
Weitere Infos hier: Signa (mit eigener Sonderausgabe zum Thema) und GermanTypeFoundation-FAQ.
via
(Bild oben: “DER GROßE DUDEN!” von www.opentype.info, CC2.0)
Mai 10, 2008

Gestern sah ich (endlich) “Scoop” von Woody Allen. Auch wenn weniger indoktrinierte Menschen diesem Film sicher vorwerfen würden “unrealistisch” zu sein, so habe ich gelacht, gestaunt und begeistert geschaut. Daher lautet meine Wertung:
sehr schön
Januar 27, 2008

wird eindeutig mit diesem Projekt überschritten: Star Trek (der elfte Kinofilm, aber Nummerierungen sind ja soooo 90er) wird uns die alten Recken in ihren jungen Jahren zeigen. Die Logik diktiert, daß diese Aufgabe nicht von den bekannten Schauspielern übernommen werden kann, so gut ist keine Digitaltechnik, aber die bekannten Charaktere von anderen Darstellern spielen zu lassen, das hat noch nie ein Mensch zuvor versucht. Es gab Prequels, Sequels, alternative Zeitlinien, aber immer war das Gesicht von Captain Kirk das von William Shatner und das von Mr. Spock gehörte immer Leonard Nimoy. Letzteres wird auch weiterhin der Fall sein, teilweise wenigstens, spielt doch Herr Nimoy als einziges Mitglied der alten Garde in diesem Film mit. Aber auch sein jüngeres Ich wird von einem neuen, wenn auch nicht unbekannten Gesicht gefüllt (Zachary Quinto, bekannt als Sylar aus “Heroes”). Viel neues, an das man sich gewöhnen muß also.
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Januar 16, 2008
oder: Wirf mir mal das WLAN-Kabel rüber!
Letzten Dienstag war der große Tag. Seit Wochen schreiben die einschlägigen Blogs über Vorbereitungen, vor der Halle campende Menschen, Gerüchte und derlei mehr. Und das alles nur, weil Steve Jobs auf der Macworld Expo geredet hat. Als er das letztes Jahr tat, hat er das iPhone enthüllt und tagelang waren alle Medien voll davon. Amerikanische Radiosender hievten stundenlange Expertengespräche über dieses Gerät ins Programm und eigentlich beschäftigt es uns ja heute noch. Unwahrscheinlich, daß das mit den diesjährigen Vorstellungen auch so sein wird, aber nett sind sie schon…
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Januar 7, 2008
Kürzlich auf dem Bahnsteig der U5, Berlin Alexanderplatz fand sich ein schönes Beispiel für subtile Unterminierung einer fragwürdigen Werbekampagne:
Als ehemaligem Verfechter der Atomenergie UND Simpsons-Film-Freund UND Ökostrom-Bezieher fällt einem so etwas irgendwie besonders auf. Anders ausgedrückt: Es gab ein mindestens ein Individuum I für das galt, daß es sich in der U5 mal wieder viele Gedanken gemacht hat. Und dann war ja auch noch der Samstag Abend an dem ganz Deutschland für fünf Minuten im Dunkeln versinken sollte. Ganz Deutschland? Nein… Aber lassen wir das.
Aber wo Sie gerade Ökostrom sagen: Wie wechsele ich denn eigentlich von meinem lokalen Atomstromkonzern zu welchem grünen Anbieter? Und bringt das überhaupt was? Und was sage ich Leuten, die meinen, das sei unnötig? Klimaschützen will gelernt sein.
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Eingeordnet unter Blaue Realität, Blaues Auge
Schlagworte: an inconvenient truth, Anbieterwechsel, Ökostrom, EnBW, Greenpeace Energy, Klimaschutz, Lichtblick, RWE, Strom, Stromanbieter, Vattenfall
Oktober 20, 2007
Ich stellte es letztens schon mal im Bekanntenkreis fest: Typologen sind ein besonderer Menschenschlag. Da wird stundenlang über die Laufweite von Schriften oder die Größe von Serifen (das sind die kleinen Füßchen an den Buchstaben, ich sag das jetzt mal so; gibt immer ein, zwei, die nicht sofort geschaltet haben) diskutiert. Das ist nicht jedermanns Sache, sicher, aber irgendwer muß es ja machen. Und ich finde es großartig, zumal wenn dabei meine neue Lieblingsschriftart Vollkorn rumkommt.
Außerdem gibt es - leider - viel zu viele Beispiele dafür, daß diverse Menschen quer durch alle Gesellschaftsschichten hier einige Nachhilfelektionen nötig haben. Dazu gehören dummerweise auch solche Mitbürger, die ihr Geld damit verdienen, Sprache zu gestalten. Und hier kommen wieder die Typologen ins Bild: Ich lernte soeben auf typografie.info, daß URLs wie “Hersteller MINUS Service PUNKT D-E” nicht nur werbetechnisch ungeschickt formuliert klingen; nein, es gibt einen richtigen Unterschied zwischen einem Minus und einem Bindestrich (der da ja eigentlich hinkäme). Keep reading →