Nur zur Erinnerung

Auf der ARD läuft heute Abend um 20:15 die erste Folge der von RTL übernommenen Serie „Die Anwälte“. Ab nächster Woche gibt es also Erstausstrahlungen zu bewundern, da RTL damals nur die Pilotfolge zeigte und dann das Handtuch warf.

In der Berliner Zeitung von heute gibt Hauptdarsteller Kai Wiesinger zu Protokoll, daß man zwölf Drehtage für eine Folge von 45 Minuten gehabt habe. Das klingt luxuriös und übersteigt sogar den Drehplan der meisten hochgelobten US-Serien. Außerdem sagt Wiesinger in dem Interview das folgende:

„Ich wollte etwas ausprobieren, was ich noch nicht gemacht hatte: Zusammen mit einem Team über einen längeren Zeitraum eine Geschichte entwickeln. Wir wollten eine deutsche Serie drehen, die von ihren Charakteren und damit von den Schauspielern lebt, und zwar mit Fällen, die in unserem Land eine gesellschaftliche und moralische Relevanz haben.“

Wer sich in letzter Zeit mit den erfolgreicheren Serien aus den USA beschäftigt hat wird schnell merken, daß das prinzipiell das Grundkonzept aller dieser Formate ist: Große Story-Bögen, die engagierte Themen transportieren und dabei aber vor allem von ihren Charakteren getragen werden. Fragt sich nur, warum Wiesinger das bisher „noch nicht gemacht hatte“? Achja, richtig: es hat ihm bisher keiner die Chance dazu gegeben.

Danke, ARD. Die Kritik kommt dann nach der vierten Folge, denke ich. Wir sind ja nicht bei RTL…

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